Auf Jägersteigen DÖ 94

Wandern
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Der abwechslungsreiche Rundwanderweg führt ohne Einkehrmöglichkeit weit über die Hälfte der Wegestrecken auf teilweise schmalen Jägersteigen durch Fichten- und Buche...



Auf Jägersteigen rund um das obere Langenauer Tal




 




Der abwechslungsreiche Rundwanderweg führt ohne Einkehrmöglichkeit weit über die Hälfte der Wegestrecken auf teilweise schmalen Jägersteigen durch Fichten- und Buchenwälder rund um das obere Langenauer Tal mit vielfachen freien Ausblicken von steilen, ungesicherten Felspartien in das Tal. Teilweise ist eine gewisse Trittsicherheit erforderlich. Glanzpunkte sind die Wallanlagen des Burgsteins (der zerstörten Burg Wallenrode; Info-Tafel), der Eichendorff-Brunnen, der Kämmleinsfelsen, der Rauhgrund, Grießbachgrund und der Aussichtspunkt „Schwammerling", (der ehemals hier stehende „Schwamma“

- wie in Schwarzenstein - wurde wegen eingeschränkter Aussicht nicht wieder erneuert). Dieser Rundweg erfordert auch festes Schuhwerk, ist nicht als Radtour geeignet und sollte auch im Schnee nicht begangen werden. Im Sommer kann man einige botanische Seltenheiten entdecken.



In den Dörfern der Nachkriegszeit waren die Häuser oftmals noch durch Steige miteinander verbunden, auf denen man auf kürzestem Weg zum Nachbarn kommen konnte. Ein dichtes Netz solcher Pfade, die Jägersteige, gab es damals auch noch neben den, nur durch Tiergespanne genutzten, Waldwegen in den Wäldern. Sie wurden von den „Pflanzweibern" begangen, den Holzhauern und den Forstleuten zur Revierbegehung und zur Jagdausübung benutzt, wurden aber auch gebraucht, um die Wälder abseits der Straßen beaufsichtigen zu können. Sie wurden so angelegt, dass es sich gut darauf laufen ließ. Geländemulden wurden mit Steinen aufgefüllt, an manchen Stellen in den Fels geschlagen. So wurde auch eine Trockenmauer an diesem Rundweg in Zusammenarbeit aller zuständigen Stellen wieder errichtet, damit der Weg begehbar bleibt. Heute durchziehen vorwiegend Forstwege und -straßen den Wald, die von Großmaschinen befahren werden. Die moderne Forstwirtschaft braucht keine Pfade; sie werden deshalb auch nicht mehr gepflegt, wie es früher notwendigerweise geschah. So wie die Pfade in den Dörfern, die Schul- und Kirchsteige zwischen den Dörfern sind auch die Jägersteige vielfach verschwunden. Nur noch auf Teilstrecken von Jägersteigen wandern wir heute gerne, wo einst der Herr Oberförster mit Pfeife, Dackel und Flinte des Weges zog.



Nach einer erfrischenden Stärkung am Sauerbrunnen, der Max-Marien-Quelle gehen wir die Straße aufwärts, dann nach rechts und folgen einer Forststraße etwa 200 m, um dann auf einem schönen Jägersteig weiterzuwandern. Der Sauerbrunnen erhielt 1851 anlässlich eines Besuches des bayerischen Königs Max und seiner Gemahlin Marie seinen Namen als die hohen Herrschaften von der Mineralquelle kosteten. Nach 1,5 km haben wir schon 120 Höhenmeter überwunden.



Der schmale Pfad führt (stellenweise in den Fels gehauen) an steilem Hang entlang hinauf in den Rauhgrund. Auf dem Berg darüber befindet sich die einzige, nicht begehbare Tropfsteinhöhle, des Frankenwaldes, die Alexander-von-Humboldt-Höhle. Hier folgen wir der Forststraße nach links zu einer Wegegabelung ca. 500 m. Ein Jägersteig führt hinüber zum Fuß des Burgsteins mit seinen steil abfallenden Diabasfelsen. Den Langenaubach aufwärts, er schäumt in kleinen Wasserfällen zu Tal, stoßen wir - am Sesselfelsen vorbei (siehe Sage vom Burgsteinbecher) - auf eine Forststraße. In Sichtweite (100 m rechts abwärts) - der Eichendorff-Brunnen mit einer Sitzgruppe. Wir aber gehen nach links und sind schon an der Befestigungsanlage des Burgsteins. Die Gesamtlänge der Anlage - einschließlich der Gräben - betrug 314 m. Nahe bei der Infotafel

(sie vermittelt wertvolle Informationen) lohnen sich die wenigen Meter zur Hauptburg, an der Südwestspitze, zu gehen, um den Ausblick in das Langenautal zu genießen.



Nach dem Abstecher folgen wir der Forststraße weiter, queren die Straße und wandern den Hang aufwärts zum Kämmleinsfelsen mit einer beeindruckenden Aussicht. Tief unten das ehemalige Langenauer Forsthaus mit dem Floßteich, am Horizont (9 km entfernt) der Aussichtsturm bei Birnbaum. An der Schutzhütte vorbei, erreichen wir auf einer Forststraße den höchsten Punkt unserer Wanderung. Wir laufen links weiter und biegen nach 400 m nach

rechts auf einen Jägersteig ein, der uns durch die Buchenwälder des Grießbachgrundes und dann wieder zurück zu unserem Weg führt.

Wir verlassen ihn schon nach 50 m wieder nach links hinunter zu einem Jägersteig und erreichen mit ihm den Aussichtsfelsen Schwammerling, direkt über dem Forsthaus Langenau. Nun ist es nur noch ein Katzensprung zurück zum Ausgangspunkt.




 


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Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Langenau Dauer: 1.5 h Länge: 5.6 km Höhenmeterdifferenz: 219 m Maximale Höhe: 620 m Minimale Höhe: 464 m

Service

Rundweg
Familienfreundlich

Was zeichnet die Tour aus

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